Kinder

Die Krumpflinge verreisen

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A: 9,30 €

Die Krumpflinge – Egon macht Ferien
Illustration: Korthues Barbara
Roeder Annette
Verlag: cbj (2017)
Aus der Reihe:  Die Krumpflinge – Bd.8
96 Seiten

ISBN-10: 3-570-17395-X
ISBN-13: 978-3-570-17395-4

„Krumpflingsregel Nummer 43: Gar nichts ist nicht niemals unmöglich!“

Katharina

Unsere Bewertung: 5 von 5 Federn

Wo die Krumpflinge auftauchen, ist das Chaos vorprogrammiert. So auch im neuen achten Band der Erfolgsstory rund um die grasgrünen, kleinen Gnome, die diesmal den Urlaub der Familie Artich kräftig durcheinanderbringen.

Titelheld Egon aus der Sippe der Krumpflinge kann sich nichts Schöneres vorstellen, als diesmal die Ferien mit seinem besten Freund – Menschenkind Albi – zu verbringen. Stattdessen ist für den babyspinatgrünen, 17,3 cm großen Wicht mit dem herzförmigen Fleck auf der rechten Brust ein Sommerlager mit seinen Verwandten und seinen krumpffiesen Klassenkameraden auf dem Dachboden der Familie Artich angesagt.

Egon, der es leid ist, immer als der Kleine der Sippe das Nachsehen zu haben, heckt zusammen mit Albi einen „krumpfgenialen, fantasietastischen“ Plan aus. Während sich der ganze Clan inklusive Oma Krumpfling und Professor Honigschwamm mit kaputtem Toaster als Wohnwagen und Socken als Schlafzelte häuslich auf dem Dachboden einrichten, soll sich Egon im Zelt verstecken, das Albi vom Dachboden holen wird.

Wie es der Zufall will, ertappt Papa Bertram den Jungen bei seinem Unternehmen und holt bei dieser Gelegenheit seinen verstaubten Wanderrucksack hervor. „Menschenalarm! Abhauen und verstecken!“ schreit Professor Honigschwamm panisch und die Krumpflinge springen orientierungslos ins nächste Versteck. Oma Krumpfling und der Professor finden im Wanderrucksack Zuflucht, den Papa Bertram kurz vor der Abfahrt im Kofferraum des Autos verstaut.

Im Hotel angekommen, feiern die beiden Freunde Albi und Egon erst einmal ihren Triumpf. „Zwei Wochen ohne Oma Krumpfling und die ganzen anderen Verrückten. Das wird zimtschneckenzuckerschön!“, ist sich Egon sicher. Dass sich zwei blinde Passagiere unter den Reisenden befinden, ahnen die beiden nicht. Es dauert nicht lange und in dem ansonsten kinderfreien Wellnesshotel ereignet sich eine Katastrophe nach der anderen. Da bleibt das Gebiss der alten Frau Stecher im kleisterzähen Kartoffelbrei stecken, Frau Meierling-Gänseklein findet in ihrem vegetarischen Gemüsebrei eine Schweinehaxe und Frau Artich springen zwei Spinatknödel vom Teller. „Hatte einer der entflohenen Spinatknödel nicht eine geblümte Kittelschürze getragen und Stücke von Zimtstangen als Lockenwickler in den Haaren gehabt?“ Egon schöpft Verdacht und wird dabei ganz „nervöselig“.

Während Albi und Egon in der Suite „Waldesruh“ ihr Zelt aufschlagen, treiben Oma Krumpfling und Professor Honigschwamm erneut ihr Unwesen in der Küche. Der Baumkuchen verbrennt im Ofen zu einem kleinen schwarzen Klumpen und die frischen Waldpilze – das Leibgericht der Krumpflinge – verschwinden auf wundersame Weise.

Ein Täter für den Diebstahl ist schnell ausgemacht. Einer der Gäste, der mürrische Dr. Stecher, verdächtigt den kleinen Albert und der wird kurz darauf in flagranti in der Suite beim Zelten erwischt. Das Diebesgut wird im Koffer der Eltern unter dem Bett sichergestellt. Die Katastrophe ist perfekt und die Konsequenzen bleiben nicht aus.

„Eine Übernachtung mit Vollpension. Dazu kommen Fernsehen, Stehlampe, vier Kilo Schwammerl, eine Cola aus der Minibar und die Reinigung unseres Pools. Ab jetzt haben Sie 15 Minuten Zeit, ihre Koffer und ihren missratenen Sprössling zu packen und zu verschwinden“, ordnet Frau Hubertus, die Hoteldirektorin, an.

Bevor die Artichs abreisen, macht sich Gnom Egon noch auf die Suche nach Oma Krumpfling und Professor Honigschwamm, die sich gerade bei einer Schlammschlacht im Wellnessbereich des Hotels vergnügen. „SOS! Alle Mann an Bord, das Auto und die Artichs reisen ab!“, schreit Egon.

Der neue Band „Die Krumpflinge. Egon macht Ferien“ von Annette Roeder ist ein urkomisches, unterhaltsames, spannendes Buch zum Lesen und Vorlesen für alle Kinder ab 6. Es überzeugt mit einer stringenten Handlungsführung, abwechslungsreichen Charakteren und einer verständlichen Sprache inklusive witziger Phantasiewörter. Nicht zu vergessen die bunten Illustrationen und das glückliche Happy End, das an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird.

 

 

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