Kreativ

Achtung! Kleine Forscher unterwegs

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Die spannendsten Outdoor-Experimente für Kinder
Heinecke Liz L.
Verlag: moses. Verlag (2017)
144 Seiten

ISBN-10: 3-89777-935-8
ISBN-13: 978-3-89777-935-8

„Die Natur macht ständig Experimente und probiert alles Mögliche aus. Warum also nicht den Computer oder Fernseher ausschalten, nach draußen gehen und es ihr gleichtun?“ (Liz Lee Heinecke)

Vanessa

Unsere Bewertung: 4 von 5 Federn

Experimente stillen den Wissensdurst der Kids, fördern die Ausdauer, stoßen Denkprozesse und regen zum Hinterfragen an. Und das Wichtigste: Der Nachwuchs hat Spaß und ist an der frischen Luft.

Mit Kindern ist man täglich draußen – egal ob’s regnet, schneit oder einem die Sonne auf den Kopf scheint. Da kann ein bisschen Abwechslung in der täglichen Routine nicht schaden. Das Buch „Die spannendsten Outdoor-Experimente für Kinder“ von Liz Lee Heinecke half uns dabei, Ideen zu finden. Alle 52 darin vorgestellten Versuche können im Freien durchgeführt werden – am Spielplatz, im Wald oder auf einer Wiese. Der Forschergeist der Kleinen wird geweckt und die Bewegung an der frischen Luft findet sozusagen nebenbei statt.

Es gibt Experimente für Größere und kleinere Kinder und für die verschiedenen Jahreszeiten. Außerdem decken sie verschiedenste Gebiete der Naturwissenschaften ab. Die Kinder lernen so vieles über Physik, Chemie, Ökologie und Geowissenschaften. Der Aufbau der Anleitung gleicht einem Kochrezept. Zunächst ist das benötigte Material aufgelistet, dann folgt das „Versuchsprotokoll“, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit hilfreichen Abbildungen. Ganz spontan lassen sich die Projekte allerdings nicht umsetzen. Dazu muss häufig erst Material besorgt werden. Nicht jeder hat Lebensmittelfarbe, Bienenwachs, destilliertes Wasser oder Flohsamenschalen einfach so zuhause. Für einige Experimente, wie die „Jagd auf Bärtierchen“, benötigt man ein Mikroskop mit Petrischale.

Für die von uns getroffene Auswahl waren keine Anschaffungen notwendig. Als Erstes falteten wir mit Klein-L. (3 Jahre) Boote aus Alufolie und ließen sie im Planschbecken schwimmen. Je nach Form gerieten sie in Schieflage oder trieben sogar aufrecht dahin. Mit Cent-Stücken beschwerten wir die Schiffchen und beobachteten, unter welcher Last sie untergehen.

Bei jedem Experiment findet sich ein Kästchen mit „Noch mehr Ideen“. Dabei handelt es sich um weiterführende Schritte oder um Ergänzungen. In unserem Fall testeten wir im Planschbecken noch den Auftrieb von Holz, Plastik, Stein und Metall. Und Klein-L. war noch eine ganze Weile damit beschäftigt, Alufolie zu zerknüllen und ins Wasser zu werfen. Die Kugeln schwimmen nämlich oben auf, weil beim Zerknüllen Luft eingeschlossen wird, wie wir im Abschnitt „Die Wissenschaft hinter dem Spaß“ erfahren haben.

Als Nächstes sammelte Klein-L. Blätter, die wir anschließend auf ein buntes Papier legten. Plexiglas drüber, in die Sonne stellen und ein paar Stunden warten. Das Ergebnis versetzte die Dreijährige in Staunen. Das Papier war ausgebleicht, nur die von Blättern verdeckten Stellen dunkel. Der Sonnendruck fand großen Anklang und es wurden gemeinsam mit den Nachbarskindern noch weitere tolle Muster gezaubert.

Für das dritte und etwas komplexere Experiment zog ich meinen Göttergatten heran. Beinahe eine folgenschwere Entscheidung, denn als der Tütenfallschirm (gebastelt aus Müllsack, Plastikflasche und Wollfäden) nach dem fünften Versuch immer noch nicht fliegen wollte, gaben wir uns gegenseitig die Schuld fürs Scheitern. „Du hast den Schirm zu groß und nicht nach Anleitung dimensioniert“, „Die von dir gekaufte Handpumpe kann ja nicht funktionieren“ usw. Jetzt wurde die Sache persönlich. Und nach mehrmaligem Nachjustieren und dem Einsatz einer elektrischen Pumpe sauste die Flasche dann doch noch wie eine Rakete nach oben, um dann elegant vom Müllsack-Fallschirm abgefangen zu Boden zu gleiten. Experiment gelungen, Beziehung gerettet!

Aber Versuch und Irrtum gehören ja zur Forschung dazu. Für große Kinder, die sich weiter in das Thema Wissenschaft vertiefen möchten, gibt es im Buch außerdem die Anleitung zum Führen eines Protokolls, um die Forschungsarbeit zu dokumentieren.

Das Buch „Die spannendsten Outdoor-Experimente für Kinder“ wird ab 8 Jahren empfohlen. Allerdings sollte immer ein Erwachsener anwesend sein bzw. mithelfen.

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