Familie

Baby on tour!

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A: 15,20 €

Über 50 schöne Wanderungen und Ausflugsziele vom Säugling bis zum Schulkind
Mit Beitr. v. Leitner-Gadringer Irmgard; Auinger Sandra
Köth, Sabine , Göllner-Kampel, Elisabeth
Verlag: wandaverlag , Neuaufl. (2013)
Aus der Reihe:  Kinderwagen-Wanderungen
197 Seiten, m. zahlr. farb. Fotos, Ktn.- Skizzen

ISBN-10: 3-9502908-2-6
ISBN-13: 978-3-9502908-2-0

„Für mich waren die Unternehmungen oft wie ein Kurzurlaub vom Babyalltag zwischen Wickeln, Breikochen und Wäschewaschen. Und je zufriedener die Mama war, desto entspannter waren meist auch die Babys.“ Sigrun Kanitscheider.

Katharina

Unsere Bewertung: 5 von 5 Federn

Wandern mit Kind – das klingt für einen Outdoor-Freak wie mich verlockend, ist aber – wenn ich es mir recht überlege – etwas aufwändig: Rucksack für zwei oder drei packen, Jause herrichten, Getränke sowie Regen- und Sonnenschutz nicht vergessen. Der Wanderführer „Kinderwagen-Wanderungen“ zeigt, wie es einfach geht und macht dabei Lust, Tirols alpine Landschaft neu zu entdecken.

Raus an die frische Luft, in die Natur, vorbei an taufrischen Wiesen, plätschernden Gebirgsbächen und durch moosgrüne Wälder – jetzt im Sommer kann es bei klarem Wetter nichts Herrlicheres geben. Gemeinsam mit dem Nachwuchs wird die Sache umso schöner, aber auch komplizierter. Ins alpine Gelände hat es mich zum Beispiel noch nie verschlagen, zu groß war die Sorge, dass ich auf halber Strecke wegen der Witterungs- oder der Weg- und Streckenverhältnisse (zu unwegsam, zu viele Wurzeln, zu steil, etc.) umkehren muss, der Kleine plötzlich einen Schreianfall bekommt oder irgendetwas fehlt, was man unbedingt dabei haben sollte.

Mit ein paar Vorinformationen, mit nützlichem Hintergrundwissen und hilfreichen Tipps aus dem Wanderführer „Kinderwagen-Wanderungen“ von Sigrun Kanitscheider wird aus der Herausforderung echte Vorfreude.

Bereits beim Lesen der ersten Zeilen merkt man, dass die Autorin Expertin auf dem Gebiet ist und die einzelnen Fotos samt abgebildetem Kinderwagen beweisen, dass die gebürtige Stubaierin jede der Strecken selbst bewältigt hat.

Zum Inhalt: Einige der Ausflugsziele sind mir bereits bekannt. So waren wir schon einmal beim Möserer- und beim Lottensee. Andere Etappen wiederum kenne ich vom Hörensagen und etliche habe ich noch nie gehört. Insgesamt aber hatte es für mich bei der Lektüre etwas sehr Beruhigendes, vorab schon einmal über die Beschaffenheit des Weges, die einzelnen Steigungen, über diverse Hütten und Almen und die Gehzeit Bescheid zu wissen. Sehr hilfreich finde ich auch die Angaben zu exponierten Stellen und zu den schattigen Wegabschnitten sowie zu möglichen Aktivitäten im Winter.

Nach dem Inhaltsverzeichnis folgt eine Überblickstabelle der Wanderungen. Unterteilt in die Gebiete „Karwendel und Rofan“, „Wettersteingebirge“, „Stubaier Alpen“, „Tuxer Alpen“ und als besonderes Special „Für Kinderwagenextremisten“ gelingt es hier schnell, eine erste Vorselektion zu treffen. Dabei lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob es sich bei der Wanderung um eine leichte, mittel bis schwere oder um eine extreme Tour handelt, wie viele Höhenmeter überwunden werden müssen, wie lange die Etappe insgesamt dauert und wie schattig der Weg zum Ziel ist.

Die einzelnen Wandergebiete sind im Inneren des Buches farblich gekennzeichnet. Dadurch findet man sich leicht zurecht. Zuerst folgen allgemeine Infos zur jeweiligen Tour, dann erfährt man Wissenswertes zu den Anforderungen, der Dauer, zu Anfahrt, Ausgangspunkt und zu Gaststätten. Man erhält detaillierte Informationen zur Wegbeschreibung inklusive Karte. Besonders nützlich ist auch der Zusatz „Wanderwert für Kinder“. Hier wird beschrieben, was die Kinder auf dem Weg zum Ziel erwartet. Die einzelnen Touren sind hübsch bebildert. Das macht schnell Lust auf einen Ausflug.

Ich für meinen Teil kann das Kinderwagen-Wanderbuch Sport- und/oder Bergbegeisterten nur weiterempfehlen und ich werde mir Sigrun Kanitscheiders Rat zu Herzen nehmen, der da lautet: „Mit einfachen Wanderungen beginnen und dabei ein Gefühl für das eigene Tempo und den Rhythmus des Kindes gewinnen.“

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